MS Access ist in erster Linie ein Einzelplatzsystem. Solange die Datenbank klein bleibt und die Datensicherheit weniger wichtig ist, eignet sich Access auch für mehrere Benutzer. Die folgenden Betriebsarten von Datenbankanwendungen gehen von der Unterscheidung in Einbenutzer- und Mehrbenutzerbetrieb aus. Die Einteilung in drei Betriebsarten ist allerdings schematisch, die Praxis kennt fliessende Übergänge:
Im Einbenutzerbetrieb (Standalone-Betrieb) kann ein einziger Benutzer mehrere Instanzen eines lokalen Datenbanksystems, zum Beispiel von Access, aufrufen und so mehrere Datenbank-Anwendungen gleichzeitig nutzen.
Im Mehrbenutzerbetrieb können mehrere Benutzer zur gleichen Zeit dieselbe Anwendung nutzen. Im Gegensatz zum Client/Server-Betrieb ist aber der Verkehr zwischen den Benutzerrechnern und dem Fileserver umfangreich, weil Abfragen auf dem Benutzerrechner verarbeitet werden und deshalb oft ganze Tabellen übermittelt werden müssen.
Ziel der Client/Server-Betriebsart ist es, den Netzverkehr zwischen den Clients (Benutzerrechnern) und den Servern zu minimieren. Weil die Clients möglichst wenig auf Serverdaten zugreifen sollen, findet die Verarbeitung der Daten wenn immer möglich auf dem Server statt. Statt Basistabellen übermittelt der Server nur die Ergebnistabellen der Abfragen. Eine Anwendung kann gespeicherte Prozeduren und Trigger einsetzen, damit die Anwendungslogik und komplexe Abfragen nicht auf dem Client, sondern auf dem Server verwaltet werden können. Man kann sich leicht vorstellen, dass allein die Prüfung der referenziellen Integrität und weiterer Gültigkeitsregeln auf dem Server die Benutzerrechner und das Netz stark entlasten.
Der Unterscheidung zwischen Fileserver- und Client/Server-Betrieb entsprechen in MS Access zwei Arten der Netzkommunikation zwischen Client- und Serverrechnern:
Die in Access eingebaute Jet Database Engine unterstützt zwei Möglichkeiten des Fileserver-Betriebs: Entweder liegen die Daten und die Benutzerschnittstelle permanent auf dem Server, oder die Benutzerschnittstelle (Frontend) befindet sich auf dem Client und die Daten (Backend) auf dem Server. Abfragen werden dann aber auf dem Client verarbeitet. TESTS arbeitet im Fileserver- oder im Einbenutzerbetrieb.
Client/Server-Betrieb
mit der MS Data Engine